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       Müritz-Nationalpark

Ist Mecklenburg-Vorpommern mit seiner reichen Ausstattung an ungemein schönen und artenreichen Naturräumen an sich schon ein ideales Urlaubsland für Naturfreunde, so besitzt es mit dem Müritz-Nationalpark einen ganz besonderen Leckerbissen. Es ist maßgeblich einer Warener Bürgerinitiative zu verdanken, dass die fast menschenleere, von endlosen Wäldern und von Mooren, Tümpeln, Teichen und Seen durchsetzte Landschaft am östlichen Müritzufer 1990 mit der Erhebung zum Nationalpark den bestmöglichen Schutz vor zerstörenden Eingriffen verliehen bekam.

   Lage und Naturräume

Der insgesamt 318 qkm große Nationalpark unterteilt sich in zwei voneinander getrennte Gebiete. Der größere Teil erstreckt sich vom Ostufer der Müritz bis etwa zur Linie Ankershagen, Wesenberg und Boek. Der kleinere Teil liegt östlich von Neustrelitz und nimmt ungefähr die Fläche zwischen Fürstensee, Carpin und Triepkendorf ein. 65% der Gesamtfläche ist mit Wald bestanden. 12% sind Gewässer, 8% Moore und 6% Wiesen und Weiden. Nur 3% sind noch Ackerfläche. Waren es einst Buchen, so ist es heute zu 75% die Kiefer, die den sandigen Boden bestockt. Es ist ein vorrangiges Ziel der Parkverwaltung, die Monokiefernbestände durch natürlichen Wandel wieder in Laubmischwälder zu verwandeln. Im kleineren, Serrahner Teil genannten Schutzgebiet erstrecken sich aber noch riesige alte Buchenwälder, das größte zusammenhängende Buchenwaldgebiet des mitteleuropäischen Tieflandes.

103 Seen von mehr als 1 ha Fläche finden sich im Nationalpark. Verlandende Tümpel, Sölle, Sümpfe und Senken bilden verschiedenartigste Moore in den unterschiedlichsten Entwicklungsstufen aus. Durch die Absenkung des Wasserspiegels um fast 2 m beim Bau der Müritz-Elde-Wasserstrasse entstanden insbesondere am Ostufer der Müritz große, erlen- und birkenbestandene Bruch- und Sumpfwälder. Im dortigen >Spukloch< dehnt sich noch eine grosse Wacholderheide aus, wie sie einst das gesamte Gebiet zwischen Boek und Waren einnahm.

Von den Fliessgewässern ist die Havel das bedeutendste. Ihr Quellgebiet liegt südöstlich von Ankershagen. Der Haveloberlauf schlängelt sich durch viele Seen quer durch den Nationalpark.

Für die Forschung besonders interessant sind die ehemaligen Schiessplätze der Roten Armee. Die großräumig abgeholzten Flächen sind nun wieder den freien Kräften der Natur überlassen, auf denen man den natürlichen Übergang von offener Fläche in Wald ungestört in allen seinen Stadien beobachten kann.

Besonders der nordöstliche Teil um Serrahn ist mit Endmoränenzügen durchzogen, die sich bis zu 100 m erheben. An den Südseiten der Höhenzüge haben sich ausgedehnte, flachwellige Sanderlandschaften gebildet. Winde haben offenen Sand zu mehreren großen Binnendünenkomplexen wie den östlich von Granzow aufgeblasen. An vielen Waldrändern und sonnigen Hängen hat sich Trockenrasen ausgebildet. Niedrig gelegene, flache Offenzonen sind von Feuchtwiesen bedeckt. Die offenen Wiesenflächen werden durch extensive Beweidung von Bewuchs freigehalten.

 

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